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Sonntag, 23. August 2009 |
Man könnte meinen, die Politik befände sich noch in einer Ferienanlage. Zumindest was den Wahlkreis angeht. Neben erbaulichen Bildungsangeboten wie öffentlichen Kundgebungen bietet das reichhaltige all-inclusive Ferienprogramm auch Radtouren, Stadtrundgänge und Linke Grillpartys sowie Lesungen für Wähler mit Zweitbuch.
Und doch – fast unbemerkt – erobert das politische Farbenspiel Stück für Stück jede ökologische Plakatnische unserer Umgebung. Meister in der Tarnung sind die Grünen in der Botanik, Suchbild-Fans kommen voll auf ihre Kosten. Dafür entschwebt die Christdemokratie in lichtblaue Sphären jenseits profaner Sorgen und irdische Probleme – man empfängt jetzt demnächst auch den Sommer! Ein bisschen spät zwar, aber Konservative sind Neuem gegenüber immer etwas zurückhaltend gewesen. (...)
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Sonntag, 2. August 2009 |
Es klang doch etwas sehr vertraut: Rot-Grün liebte sich 2005 eigentlich innig. Urplötzlich überkam es dann dem Bundeskanzler Gerhard Schröder siedendheiss, dass zumindest seine Fraktion ihm nicht mehr uneingeschränkt vertraute und stellte die Vertrauensfrage. In Kiel vertrauten sich die Koalitionspartner von Anfang an nicht und stritten sich wie die Kesselflicker. Der Ministerpräsident traute allerdings dem Wahlvolk auch nicht wirklich, sodass er Neuwahlen lange nicht in Betracht zog. Der Jahreszeit angemessen überfiel es Herrn Carstensen jetzt aber doch siedendheiss, dass er seinem politischen Glück nur dann vertrauen könnte, wenn die Neuwahl nur zweite Wahl neben der Bundestagswahl sein würde. Vertrauend darauf, dass kaum jemand Peter Harry (Wer?) Carstensen dann nach der HSH Nordbank und anderen vertraulich in vertrauter Runde
behandelten Vertraulichkeiten befragen würde ...
Mit dem Vertrauen ist das eben so eine Sache.
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Samstag, 20. Juni 2009 |
Ein ehemaliger Bundeskanzler (also kein Liberaler) hat einmal gesagt: "Wer Visionen hat, sollte lieber gleich zum Arzt gehen!" Das tat der Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden zum Glück nicht. Sein Impulspapier für die zukünftige Entwicklung Harburgs "Harburg Vision 2020/50" enthält sehr viele nachdenkenswerte Vorschläge, um Harburg nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial und kulturell voranzubringen.
Der Wirtschaftsverein erhoffte sich größeres Medienecho nördlich der
Elbe und präsentierte gemeinsam mit Senator Axel Gedaschko die Studie
im Hamburger Rathaus, um vielleicht sogar auf den "Normalseiten" des
Hamburger Abendblatts zu erscheinen. Hätte es sich um Harvestehude,
Nienstedten oder Dulsberg gehandelt, wäre das wohl auch gelungen. Aber
so wurden diese wirklich zukunftsweisenden Ideen den "Rest-Hamburgern"
vorenthalten und der Beitrag in die Harburger Rundschau verbannt. In
Abwandlung einer bekannten britischen Schlagzeile bei Nebel über dem
Ärmelkanal lässt sich aus Hamburger Sicht nur konstatieren:
"Morgennebel über der Süderelbe – der Kontinent ist abgeschnitten!"
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Dienstag, 2. Juni 2009 |
Ein ungewöhnlicher Wunsch, fürwahr. Aber in fünf Jahren wäre wieder Europawahl! Nicht dass mich der bisherige Wahlkampf so von den Sitzen gerissen hätte. Nein, aber 2014 würde neben dem Europa-Parlament auch zeitgleich die Harburger Bezirksversammlung gewählt und die Kommunalpolitik könnte endlich aus dem Schatten der Bürgerschaft treten!
Dieser Wunschtraum wird Wirklichkeit, wenn der Kompromiss zwischen
"Mehr Demokratie" und CDU, SPD und GAL zum Wahlrecht Gesetz wird.
Hätten wir die Regelung bereits jetzt, wären am Samstag bestimmt mehr
Parteien in der Harburger Innenstadt aktiv am Wahlkämpfen gewesen ....
Wir hätten dann jetzt schon mehr Demokratie durch "Mehr Demokratie"!
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Montag, 11. Mai 2009 |
Meine besten Grüße aus dem wunderschönen Harburg! Ich freue mich sehr an dieser Stelle ein wenig über das berichten zu können, was mich so im politischen Alltag bewegt. Als Bezirkspolitiker gerät man nicht so sehr in Gefahr, sich von der real existierenden Lebenssituation seiner Mitmenschen abzuschotten. Aus diesen Erfahrungen möchte ich gerne berichten.
Selbstverständlich werde ich mich aber nicht nur über aktuelle Harburgensien auslassen, sondern auch über den politischen Tellerrand hinausschauen. Die anstehenden Wahlen zum Europaparlament und zum Deutschen Bundestag werden zusätzlich dazu Gelegenheit geben. Als Direktkandidat der FDP im Wahlkreis Bergedorf-Harburg sehe ich dabei einem interessanten Bewerberwettstreit entgegen. (...)
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