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Aus der NYH soll die ECO CITY werden
Montag, 1. Februar 2010
Foto (mojo): Gebäude der ehemaligen NYHBereits seit einiger Zeit steht es groß am ehemailgen Gebäude der NYH an der Nartenstraße zu lesen. Wo einst Kämme in bester Qualität gefertigt wurden, soll in absehbarer Zeit die sogenannte "ECO CITY" entstehen.

In den, zum Teil denkmalgeschützten, Gebäuden sowie in geplanten spektakulären Neubauten sollen nach dem Willen des Investors, Gewerbeflächen entstehen, die sich, sollte alles wie geplant realisierbar sein, fast autak mit Energie versorgen können.

Dafür sollen zwei sogenannte "Türme" mit integrierten Windturbinen gebaut werden. Außerdem sind weitere Windturbinen auf dem gesamten Gelände sowie eine Solarenergieanlage geplant.

Die Betonung liegt dabei derzeit auf "geplant", denn in der Harburger Politiklandschaft regt sich erster Widerstand. Der Chef des Harburger Stadtplanungsausschusses, Rolf Buhs, hält "überhaupt nichts" von der Idee mit den Türmen. Der Chef der Harburger Verwaltung, Torsten Meinberg, jedoch ist vom Konzept sehr angetan: "Ich halte die Idee für gut, zukunftsweisend und umsetzbar. Obwohl ich denke, dass die technische Umsetzung der Turbinentürme eine Herausforderung darstellt. Außerdem müssen auch noch Aspekte des Denkmalschutzes beachtet werden."

Stimmt - wie aus der Senatsantwort auf die Anfrage des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Sören Schumacher erkennbar ist, soll das Gesamt-Ensemble erhalten bleiben. Das durchkreuzt allerdings die Planungen der ECO CITY-Verantwortlichen. In den Plänen ist nämlich noch vom Abriss eines Teils der Gebäude an der Nartenstraße die Rede, die dann originalgetreu wieder aufgebaut werden sollen. Davon hält unter anderem Harburgs CDU-Chef Jürgen Heimath gar nichts: "So einen Mickey-Maus-Bau wollen wir nicht." Der Senat geht jedoch sowieso vom Erhalt der Gebäude und der historischen Zwischendecken aus.

Zwischenzeitlich hat der Investor sein Konzept im Stadtplanungsausschuss vorgestellt - und sich eine blutige Nase geholt. Die Fraktionen lehnen die "Türme" in der geplanten Form jedenfalls ab.

Auch Harburgs Baudezernent Jörg Penner steht dem Projekt zwar aufgeschlossen gegenüber, weisst aber auch darauf hin, dass "sich ein solches Projekt auch ins Stadtbild einfügen muss."

FDP-Vorsitzender Dr. Kurt Duwe befürchtet unterdessen: "Wir drohen in Harburg mal wieder Opfer des Kleingeistes zu werden."

Das ganze scheint die Harburger noch eine Weile zu beschäftigen.


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